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Baby in Deutschland: Die Geld-Checkliste 2026
Mit einem Baby kommen mehrere Leistungen und Fristen gleichzeitig – und manche gibt es nur begrenzt rückwirkend. Diese Checkliste bringt sie in die richtige Reihenfolge, von den ersten Schwangerschaftswochen bis zu den Monaten nach der Geburt.
1. Arbeitgeber informieren und Mutterschutz planen
Der Mutterschutz beginnt 6 Wochen vor dem errechneten Termin und endet 8 Wochen nach der Geburt (12 Wochen bei Früh- oder Mehrlingsgeburten). In dieser Zeit gibt es Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse plus Arbeitgeberzuschuss – zusammen meist so viel wie das bisherige Netto.
2. Steuerklasse früh prüfen
Das Elterngeld richtet sich nach dem Netto der 12 Monate vor dem Mutterschutz. Ein Steuerklassenwechsel bei Ehepaaren zählt nur, wenn er mindestens 7 Monate vor Beginn des Mutterschutzes gilt – bei Überlegungen zu III/V am besten die Elterngeldstelle fragen.
3. Elterngeld planen: Basis, Plus und Partnermonate
Basiselterngeld beträgt 65–67 % des wegfallenden Nettos (300–1.800 € im Monat) für bis zu 12 Monate, plus 2 Partnermonate. ElterngeldPlus zahlt halb so viel, aber doppelt so lange und passt zu Teilzeit. Antrag innerhalb von 3 Monaten nach der Geburt stellen – rückwirkend gibt es nur 3 Monate.
4. Elternzeit rechtzeitig anmelden
Elternzeit muss spätestens 7 Wochen vor Beginn schriftlich beim Arbeitgeber angemeldet werden. Soll sie direkt nach dem Mutterschutz starten, ist das etwa eine Woche nach der Geburt.
5. Kindergeld beantragen
Das Kindergeld beträgt 2026 259 € pro Kind und Monat. Beantragt wird es bei der Familienkasse mit der Steuer-ID des Kindes, die nach der Geburtsanmeldung per Post kommt. Rückwirkend wird es höchstens 6 Monate gezahlt.
6. Versicherung und Papiere
Kind bei der Krankenkasse anmelden (in der gesetzlichen Familienversicherung kostenlos), Geburtsurkunde beim Standesamt holen und Haftpflicht- sowie Risikolebensversicherung an die neue Situation anpassen.
Bei höherem Einkommen prüft das Finanzamt automatisch, ob der Kinderfreibetrag von 9.756 € im Jahr (2026, beide Eltern zusammen) mehr bringt als das Kindergeld – du musst nichts auswählen.
